Begegnung mit dem Rollstulclub

Am Mittwochabend, des 20. Januars 2016, stand für die 1.Sek Pfungen ein ganz besonderer Anlass auf dem Programm; eine Begegnung mit dem Rollstuhlclub Winterthur/Schaffhausen.

Im Fach RuK (Religion und Kulturen) wurde das lebenskundliche Thema „ anders sein“ im Vorfeld behandelt. Dazu wurde auch intensiv diskutiert, wie es denn ist, mit einer körperlichen Behinderung zu leben. Die Schülerinnen und Schüler zeigten reges Interesse und viele Fragen praktischer Natur tauchten auf, welche im Unterricht unbeantwortet blieben.

Der Rollstuhlclub Winterthur/Schaffhausen sagte bei der ersten Anfrage sofort zu und zeigte sich erfreut darüber, mit der Sek Pfungen in Kontakt zu treten zu dürfen.

Am Abend des Geschehens hatten die Jugendlichen im Rollstuhl einen Parcours zu durchlaufen oder besser gesagt zu durchrollen. Schon nach kurzer Zeit zeigte sich, dass dies gar nicht so einfach ist.

Es galt einen Slalom zu durchfahren,  Basketball zu spielen, eine schwere Türe zu öffnen und wieder zu schliessen, eine Mattenrampe zu erklimmen und zu guter letzt eine Treppe hoch und wieder runter zu kommen. Die Schülerinnen und Schüler zeigten sich hochmotiviert zur grossen Freude der Kursleitung und der Lehrpersonen. Wir konnten viel lachen an diesem Abend, auch über das eine oder andere Missgeschick im Rollstuhl, dies auch, weil die fünf Mitglieder des Rollstuhlclubs sofort einen Zugang zu den Jugendlichen fanden und ihnen anfängliche Hemmungen nahmen. Trotzdem ging der tiefere Grund des Anlasses nie verloren und viele zeigten eine grosse Bewunderung für Menschen mit diesem Handicap, die ihren Alltag zu meistern haben.

Mit einer Fragerunde endete der Abend. Die Clubmitglieder erzählten sehr offen über ihr Schicksal und deren Bewältigung. Auf die Frage hin, was sie denn am meisten nerve an den Menschen ohne Handicap, antworteten sie unisono, dass es äusserst mühsam sei, wenn sie Behindertenparkplätze benutzten und ihnen so den Alltag noch beschwerlicher machen würden.

Dieser Abend hat und alle bewegt und wird uns lange in guter Erinnerung bleiben und den einen oder anderen immer mal wieder zum Nachdenken bringen.

 

Ich bedanke mich herzlich für einen gelungenen, spannenden Abend bei den Mitgliedern des Rollstuhlclubs Winterthur, den Schülerinnen und Schülern der 1.Sek Pfungen, den Zuschauerinnen und Zuschauern, dem Hauswartsteam , bei meinen Teamkolleginnen und dem SC-Seebel und dem RMV, welche uns freundlicherweise die Mehrzweckhalle überlassen haben.

 

Monika Wacker

Sekundarlehrerin in Pfungen