Erlebnisreicher, faszinierender Technoramabesuch

Zur Besichtigung des Technoramas in Winterthur hat sich am 23. Februar 2019 um 13.00 Uhr vor dem Eingang ein grösseres Grüpplein von RC Mitglieder versammelt. Technorama, das liess Technisches vermuten. Erstaunt hat mich dann aber doch, dass sogar ein Krokodil zu sehen war.

Bald hatten sich alle durch die beiden Drehtüren ins Gebäudeinnere geschleust – auch die Rollis haben es ohne „Zusatzrunde“ geschafft – und zum Gruppenfoto in Position gebracht. Das OK-Team Heidi und Besi  – oder umgekehrt – musste noch die Formalitäten erledigen, sprich Eintritte bezahlen und uns mit den Armbändern als Herdenmitglieder „markieren“. In den folgenden drei Stunden konnten alle sich nach Lust, Laune und Interesse an den verschiedenen Experimenten zu schaffen machen.

Ein Erster Höhepunkt waren die diversen Vorführungen in der Blitz-Arena. Die Strom- und anderen Experimente haben bleibende Eindrücke hinterlassen und endeten zum Teil mit Knalleffekten. Insbesondere der entsprechend gekleidete „Strommann“, der den erzeugten Blitz  über seinen Körper oder seine Kleidung an die Freiwilligen im Faradayschen Käfig weiter geleitet hat, hat sehr beeindruckt. Der Blitzschutz in einem solchen Käfig, z.B. ein Auto als abgeschlossene Hülle, ist sehr gut. Die Energie des Blitzes wird abgeleitet. Erfahren haben wir auch, warum dem Blitz, als Kurzschluss der während des Gewitters aufgeladenen Spannung, ein Donner folgt. Dieser entsteht durch die sich wegen der hohen Blitztemperatur ausdehnender Luft.

Die eigenen Erfahrungen

Nicht  nur die Vorführungen warten interessant sondern auch die unzähligen Experimente die selber gemacht,  beeinflusst oder gelöst werden können. Im Gegensatz  zu einem Museum, wo anfassen Alarm auslöst, kann im Technorama mit fast allem „gespielt“ und experimentiert werden. Besonders interessant sind Experimente mit Pendel, Magneten, Kugeln und vielem anderen. Verblüffend und für  uns Laien kaum nachvollziehbar sind die Folgen oder Ergebnisse der verschiedenen Manipulationen. Vielfältig sind die diversen Spielsachen, die zu lösenden Holz- und Spielaufgaben und das nicht nur für kleinere Kinder, wie ein Foto beweist.

Die grossen Buben(mädchen?)Träume werden ganz Oben im Gebäude mit einer grossen Modelleisenbahnanlage erfüllt. Zu sehen sind auch unzählige Modelleisenbahnen fast aus der ganzen Welt. Ja, hier ist es, das eingangs erwähnte Krokodil. Natürlich nicht als gefährliches und gefrässiges Riesenfiech im trüben Wasser, sondern in Form der legendären Schweizer Krokodil-Lokomotive die insbesondere auf der Gotthardstrecke eingesetzt wurde.

Der Workshop

Der Zweite Höhepunkt, das eigentliche Thema der Veranstaltung, Workshop „Radioaktivität im Alltag“ stand um 16 Uhr auf dem Programm. Es galt in dem zu Ehren des Organisators bezeichneten „Kistler-Labor“ an den U-Förmig aufgestellten Tischen Platz zu nehmen. Schon aufgetischt waren verschiedene Gegenstände. Nicht etwa Fleisch- oder Wurstwaren mit einem Getränk, obwohl das nach dem dreistündigen Fussmarsch bez. der herumrollerei durch die diversen Stockwerke, mehr als Willkommen gewesen wäre. Dies zu mindestens für die, die keine Zeit im Restaurant verbracht haben. Nein, es waren diverse Mineralsteine, Salze, Kügelchen und Pülverchen. Für was das gut war wurde nach einer kurzen Einführungserklärung klar. Bald wurden wir mit Geigerzählern ausgerüstet und es galt die Strahlung der verschiedenen Gegenstände zu messen. In einen nächsten Schritt musste die Strahlung dieser Gegenstände mit verschieden Materialien (Eisen, Blei, Plexiglas usw.) abgeschirmt werden. Welches Material eignete sich dafür am besten war die gestellte Frage. Je nach Strahlung (Alpha- Beta- oder Gammastrahlen) wurden verschiedene Ergebnisse erzielt. Erstaunlich ist aber, dass viele Lebensmittel mit Radioaktivität „verseucht“ sind und wieviel an natürlicher Strahlung es in der Umgebung gibt.

Zum Glück alles nur in geringer Strahlendosis, so dass wir alle nicht vor Radioaktivität strahlend herumlaufen sondern diesen Zustand durch individuelle „Bearbeitung“ oder Naturgegeben erreichen. Ja gut, das Experiment mit den aufgeblasenen, an den Kleidern geriebenen und somit Positiv aufgeladenen Ballonen, hat insbesondere Heidi und Daniela kurzfristig etwas vom persönlichen Glanz genommen. Die Ballone haben die gut geordneten Haare, ob blond oder braun das war nicht entscheidend, zum Stehen und in eine gewisse Unordnung gebracht. Sie haben sich aber nach Experimentabbruch und ein paar zusätzlichen Handgriffen wieder in die gewohnte Lage bringen lassen!

Damit ging ein erlebnisreicher Mittag offiziell zu Ende. Die Einten zog es sofort nach Hause und die Andern haben sich – dem Vernehmen nach – noch mit Pizzas den Bauch vollgeschlagen.  Die Zeit im Technorama war viel zu kurz um alles zu sehen oder auszuprobieren, vor allem wenn die diversen Anleitungen und Zusatzinfos gelesen werden.

Arthur Waldvogel