Am Mittwoch trafen sich Heidi, Marika, Esther, Arthur und Heike mit einigen Schüler/innen im Schulhaus Seebel in Pfungen zum Rollstühle ausladen und um  die Posten aufzustellen schon um 17:30.

Pünktlich um 17:45 trafen die restlichen Schüler/innen ein und wir begannen sofort. Heidi zeigte wie man/frau eine Tür öffnet und diese hinter sich wieder schliesst. Marika hatte den strengsten Posten: Die Treppe. Es verlangt sehr viel Vertrauen von seinen Helfern. Arthur gab genaue Anweisungen wie man ohne umzukippen über die Matten fahren kann. Esther hatte den schnellsten Posten: Das Slalomfahren. Zuerst vorwärts und für Könner zusätzlich rückwärts. Ich/Heike habe/hat eigentlich etwas sehr einfaches mit ihnen geübt: Das Basketball spielen. Den Ball neben dem Rollstuhl fahrend prellen und anschliessend in den Korb werfen. Doch sitzend war das nicht so einfach wie stehend.

Um 18:45 setzten wir uns alle zu einem Kreis geformt hin zur Schlussdiskussion. Die Schüler/innen durften uns fragen, was sie gerne wissen mochten.

Um 19:00 kam die zweite Schülergruppe, mit welcher wir dieselben Posten nochmals absolvierten. Die Schlussdiskussion fand dann im Vorraum der Turnhalle um 20:00 statt.

Es war ein gelungener Anlass, die Jugendlichen waren sehr motiviert und haben sehr gute Fragen gestellt.

24. Januar 2016

Heike Bausch


Bericht der Schüler

Am Mittwochabend, des 20.Januars 2016, stand für die 1. Sek Pfungen ein ganz besonderer Anlass auf dem Programm; eine Begegnung mit dem Rollstuhlclub Winterthur.

Im Fach RuK (Religion und Kulturen) wurde das lebenskundliche Thema „ anders sein“ im Vorfeld behandelt. Dazu wurde auch intensiv diskutiert, wie es denn ist, mit einer körperlichen Behinderung zu leben. Die Schülerinnen und Schüler zeigten reges Interesse und viele Fragen praktischer Natur tauchten auf, welche im Unterricht unbeantwortet blieben.

Der Rollstuhlclub Winterthur sagte bei der ersten Anfrage sofort zu und zeigte sich erfreut darüber, mit der Sek Pfungen in Kontakt zu treten zu dürfen.

Am Abend des Geschehens hatten die Jugendlichen im Rollstuhl einen Parcours zu durchlaufen oder besser gesagt zu durchrollen. Schon nach kurzer Zeit zeigte sich, dass dies gar nicht so einfach ist.

Es galt einen Slalom zu durchfahren,  Basketball zu spielen, eine schwere Türe zu öffnen und wieder zu schliessen, eine Mattenrampe zu erklimmen und zu guter letzt eine Treppe hoch und wieder runter zu kommen. Die Schülerinnen und Schüler zeigten sich hochmotiviert zur grossen Freude der Kursleitung und der Lehrpersonen. Wir konnten viel lachen an diesem Abend, auch über das eine oder andere Missgeschick im Rollstuhl, dies auch, weil die fünf Mitglieder des Rollstuhlclubs sofort einen Zugang zu den Jugendlichen fanden und ihnen anfängliche Hemmungen nahmen. Trotzdem ging der tiefere Grund des Anlasses nie verloren und viele zeigten eine grosse Bewunderung für Menschen mit diesem Handicap, die ihren Alltag zu meistern haben.

Mit einer Fragerunde endete der Abend. Die Klubmitglieder erzählten sehr offen über ihr Schicksal und deren Bewältigung. Auf die Frage hin, was sie denn am meisten nerve an den Menschen ohne Handicap, antworteten sie unisono, dass

es äusserst mühsam sei, wenn sie Behindertenparkplätze benutzten und ihnen so den Alltag noch beschwerlicher machen würden.

Dieser Abend hat und alle bewegt und wird uns lange in guter Erinnerung bleiben und den einen oder anderen immer mal wieder zum Nachdenken bringen.

Ich bedanke mich herzlich für einen gelungenen, spannenden Abend bei den Mitgliedern des Rollstuhlclubs Winterthur, den Schülerinnen und Schülern der 1.Sek Pfungen, den Zuschauerinnen und Zuschauern, dem Hauswartsteam , bei meinen Teamkolleginnen und dem SC-Seebel und dem RMV, welche uns freundlicherweise die Mehrzweckhalle überlassen haben.

Monika Wacker

Sekundarlehrerin in Pfungen