ROLLSTUHLCLUB WINTERTHUR-SCHAFFHAUSEN RCWSH

Rechtzeitig erfolgten schon die Einladungen zur inzwischen traditionellen Hofolympiade durch unsere Schwimmsport Organisatorin Barbara Rogers. Und der Ruf wurde erhört. Zwölf aktive Personen des Rollstuhlclubs trafen im Laufe des Nachmittags des 15. Juli an der Pflanzschulstrasse bei Barbara ein, wo diese bereits eifrig mit ihren Helferinnen Julie und Claudia mit den Vorbereitungen beschäftig war.

Ein Parcours mit zehn Posten wurde aufgebaut. Da waren:

  • Slalomfahren oder Slalomlaufen für die Fussgänger entlang des Gartenweges, wobei die Zeitdifferenz zwischen zwei Durchläufen so klein wie möglich sein musste.
  • Beim  Garten Dart galt es die Dartkegel so genau wie möglich auf die Zielscheibe zu werfen. Mit Frisbeescheiben mussten hingegen die drei unterschiedlichen im Tor getroffen werden, um 1, 3 oder 4 Punkte zu erzielen.
  • Ein Wurfspiel mit beschwerten Säckchen konnte bei 8 Versuchen ebenfalls Punkte einbringen.
  • Beim Hauseingang stand ein Korb mit 30 Tennisbällen und man musste davon so viele Bälle wie möglich in einen zweiten Korb werfen, wobei es die Eigenschaft der Tennisbälle auch mit sich bringen konnte, dass sie den Zielkorb bei einem zu kräftigen Wurf auch wieder verliessen und somit nicht gezählt werden konnten.
  • Recht anspruchsvoll war das Minigolfspiel. Hier musste auf mehrere Meter ein schneckenförmiges Gefäss getroffen werden – und der Ball musste auch drin bleiben!
  • Bei einem weiteren Posten mussten 10 Ringe über eine Stange geworfen werden, was Geschicklichkeit und eine gute Einschätzung der Distanz erforderte. Unmittelbar daneben lagen Fische (natürlich aus Plastik) in einem Schaukelkorb und es galt so viele wie möglich zu fischen, mit immer einfach, wenn sich die Magnete wieder lösten oder der Korb zu stark wankte.
  • Nicht fehlen durfte natürlich Basketball, zehn Versuche waren möglich, um Punkte zu sammeln.
  • Schliesslich lagen da noch die 6 Ringe in einer Reihe und es galt einen Ball so rollen zu lassen, dass er in einem der Ringe definitiv liegen blieb. Je weiter der Ball kam, desto höher die Punktzahl.

Die Posten wurden immer in Zweierteams abgearbeitet.

Nicht weniger Spass machten die drei freiwilligen Posten, die jedoch keine Punkte ergaben.

So musste die Anzahl der Baumnüsse in einem Plastikzylinder geschätzt werden und gleich mehrere Personen kamen der Zahl 69 sehr nahe.

Ein „Big Badminton“, mit extra grossen Schlägern und Federbällen konnte ebenfalls getestet werden.

Viel Spass machte jedoch auch das Jenga Spiel, welches viel Konzentration und ruhige Finger benötigte, um die Holzklötze aus den unteren Schichten oben auf zu legen und auf diese Art und Weise den höchst möglichen Turm zu erreichen. Hier schaffte es das Team Marika und Sämi gleich zweimal den Tagesrekord zu erreichen. Das Jenga Spiel zog so viel Aufmerksamkeit auf sich, dass sich sogar Nachbarn darin versuchten. Theres stand wieder als Fotografin zur Verfügung, doch das Interesse war so gross, dass noch andere den Anlass festhielten.

Bereits zur Halbzeit rief Barbara zur ersten Verpflegungsrunde. Reich deckte sie wieder einmal die Tische. Da konnte man sich an einer herrlichen Gerstensuppe aufwärmen oder den schmackhaften Spinat-Käse-Kuchen geniessen. Dazu reichte sie viele unterschiedliche kleine gefüllte Brötchen, so mit Eiersalat, Lachs, Frischkäse und mehr. Auch Würstchen im Teig fehlten nicht. Alles war äusserst ansprechend präsentiert. Dazu stand eine reiche Auswahl an Getränken zur Verfügung.

Zum Abschluss kam dann noch das Dessert. Das berühmte Trifle, ein englisches Dessert, durfte nicht fehlen, wie auch die vielen Sorten Gebäck, welche Barbara wiederum in vielen Stunden Arbeit zubereitete.

Mit Spannung wurde aber die Rangliste erwartet und nach der Auswertung wurde sie bekanntgegeben.

Beat „Besi“ belegte wieder einmal den ersten Platz, gefolgt von unserer Sportchefin Daniela auf Platz zwei und Silvia auf Platz drei.

Klubsekretärin Heidi erreichte den immer noch sehr guten 4. Platz, dahinter folgte Fredi, dann RCWSH Kassier Arthur. Auf dem siebten Platz landete unser Präsident Marcel und zum ersten Mal dabei und schon auf Platz acht war Karsten. Jeanette erreichte zusammen mit Marika den 9. Platz. Elia, der an diesem Tag zwecks eines Selbstversuches für seine Maturarbeit im Rollstuhl teilnahm, kam auf den 10. Platz und das Schlusslicht bildet mal wieder der Schreibende. Macht nichts, es hat trotz allem einen sehr grossen Spass gemacht.

Das nicht zu warme aber trockene und ab und zu mal etwas windige Wetter war so richtig für diesen Anlass gemacht und dies führte auch dazu, dass viele noch bis nach 21 Uhr bei intensiven Diskussionen über alle möglichen Themen sitzen blieben.

Barbara hat wieder einmal für viel Spannung, Spass und volle Mägen gesorgt, wofür wir ihr nicht genug danken können. Thank you Barbara – und bis nächstes Jahr!

Samuel Rachdi